HubSpot News 2018 & Marketing Trends 2019

François Benner

Nach längerer Pause fand am 6. November 2018 endlich auch in München wieder ein HubSpot User Group-Treffen (HUG) für alle Inbound-Interessenten statt. Bei der Veranstaltung im traditionsreichen Gasthaus Zum Franziskaner konnten sich HubSpot-Nutzer, Inbound-Interessierte und solche die es werden wollen, über die permanent zunehmenden Möglichkeiten und immer umfangreicheren Funktionen informieren, die HubSpot mittlerweile bietet.

Primär wurde der aktuelle Wandel vom Marketing Funnel zum Marketing-Kreislauf (Flywheel) vorgestellt und darüber berichtet, welche positiven Effekte diese strategische Ausrichtung auf Unternehmen haben kann. Beim HUG wurden den interessierten Zuhörern wertvolle Informationen zu dieser Entwicklung weitergegeben, die NetPress direkt von der „Inbound“ in Boston aus erster Hand mitgebracht hat – und damit eine kleine Inbound-Übersicht präsentieren konnte.

40 attendees at HUG Munich in November 2018

Von der Online-Marketing-Software zur umfassenden Enterprise-Plattform

  • Kann mit den HubSpot-Neuerungen 2019 die Inbound-Verkaufsstrategie neu erfunden werden?
  • Lassen sich Unternehmensstrukturen damit divergent ausrichten?
  • Und wurde der Kundenservice nach einem erfolgreichen Sales-Vorgang als bislang unerkanntes Businessmodell schlichtweg ignoriert?

Über diese und viele andere Themen referierten und diskutierten Veranstalter und Besucher, nachdem Achim Karpf, CEO von NetPress die Veranstaltung eröffnete und dabei zunächst die Ursprünge von HubSpot kurz Revue passieren ließ. So habe sich HubSpot seit der Gründung von einem kleinen Marketing-Tool zu einer umfassenden Enterprise-Lösung entwickelt.

Karpf führte aus, dass sein Unternehmen bereits seit nun 5 Jahren mit der All-in-one-Plattform zusammenarbeitet und somit auch in der Lage ist, sämtliche Schnittstellen von HubSpot umzusetzen. NetPress ist somit ein kompetenter Ansprechpartner bei der Implementierung von HubSpot in bestehende Systeme sowie bei der Integration weiterer Tools in das Ökosystem HubSpot, um die Plattform für Anwender in vollem Umfang nutzbar zu machen.

Künftig werde HubSpot sogar noch mehr Angebote im Sektor Sales anbieten und damit einen noch engeren Kontakt zu Kunden aufbauen. Dies, so der NetPress-CEO weiter, liegt nicht zuletzt an dem neuen Service-Tool, welches seit neuestem zusätzlich zu den Sales- und Marketing-Tools verfügbar ist. So steht HubSpot ab sofort auch im Mittelpunkt, wenn es um den Kontakt zwischen Kunde und Anbieter geht – unabhängig von der Customer-Journey-Phase, in der sich der Kunde befindet.

Die Idee hinter der Erweiterung liegt auf der Hand: Bereits gewonnene Kunden sollen zu Bestandskunden gemacht und zu „Botschafter“ eines Produkts oder einer Marke gemacht werden, indem Ihnen auch nach dem Kauf weiter Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Zudem ist das Offerieren nachfolgender Serviceleistungen ein essenzieller Bestandteil dieser allumfassenden Marketing-und-Sales-Strategie, die die Kundenbetreuung weiter in den Fokus der Betriebe rückt.

Vom Trichter zu Flywheel

„HubSpot hat sich vom Trichter zum Kreislauf weiterentwickelt“ - Daniel Garvey

Das Ziel bleibt, die Probleme der Kunden zu lösen

Als zweiter Keynote Speaker brachte Daniel Garvey, Principal Channel Manager DACH von HubSpot, den Gästen der Veranstaltung die erweiterte Inbound-Methodik seines Unternehmens näher und beschrieb ausführlich die drei wichtigsten Säulen der Flywheel-Strategie:

  • Attract: Nicht das Verkaufen eines Produkts oder einer Leistung steht am Anfang einer potenziellen Kundenbeziehung. Entscheidend ist vielmehr, dem Interessenten zum Beginn seiner Customer Journey einen Mehrwert zu bieten, der ihm Lösungen zu seinen Pain Points aufzeigt und/oder ihm relevante Informationen offeriert. In der Regel werden diese Infos und Mehrwerte in Form von Blogs, Social Media-Kampagnen, Whitepaper und ähnlichen Assets zur Verfügung gestellt, in denen man dem User Fakten und Wissen zu seiner möglichst individuellen (Problem-)Situation anbietet und ihm Lösungswege aufzeigt, welche aber noch nicht in Bezug zu einem passenden Produkt stehen sollten.
  • Engage: Nachdem sich der interessierte User über das transferierte Wissen zusätzliche Informationen angeeignet hat, kann der Kaufprozess vorbereitet werden. Dies erfolgt in der Regel über die (digitale) Bereitstellung von Produktmustern oder verfügbar gemachte Testphasen, in denen der Interessent die Vorteile eines Produkts unverbindlich kennenlernen soll. Wichtig ist hierbei, wie am Ende einer jeden Customer-Journey-Phase, die Integration eines Calls-to-Action, über den der potenzielle Kunde naht- und problemlos upgraden kann und zur nächsten Stufe geführt wird.
  • Delight: Durch eine fokussierte Zufriedenstellung von Kunden auch nach dem Kauf wird eine nachhaltige emotionale Bindung zu einem Produkt oder einer Marke erzeugt. Beispielsweise durch Rabatte, Geschenke, Schulungen, Events oder Tipps zu erworbenen Produkten wird ein Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Anbieter aufgebaut. Aber auch die uneingeschränkte Aufmerksamkeit etwa gegenüber Kunden-Feedback nach dem Kaufvorgang sichert Unternehmen die langfristige Treue ihrer Kunden und schafft ihnen einen Wettbewerbsvorteil. Dabei ist es sicher nicht immer einfach, auch mal mit einem kritischen Kunden-Feedback umzugehen, manchmal aber kann gerade diese Art der Rückkommunikation für Unternehmen den größten Wert haben – sofern die Betriebe dabei mit Zuhören, Verständnis und Empathie ihren Kunden begegnen.

 

HubSpot Flywheel

 

Garvey beleuchtete in seinem Vortrag, dass dabei für den Marketer jeder Schritt des Inbound-Marketings analysierbar und bewertbar sein muss, was durch klare Kennzahlen in jedem Schritt umsetzbar ist. So können im ersten Schritt die Visitors als Kennzahl nutzbar sein, im zweiten Schritt die gewonnen Customer und im dritten Schritt die Promoter. Eine weitere – oft vergessene – Kennzahl sollte neben den neu akquirierten Kunden auch der Verlust der Bestandskunden sein.

Wie der Principal Channel Manager weiter ausführte, bietet HubSpot dabei für jede Phase und Situation passende Tools und Möglichkeiten an, um der Marketing-Abteilung Arbeit abzunehmen, neue Möglichkeiten der Lead-Generierung zu schaffen, marketingbasiertes Handeln im gesamten Unternehmen einzuführen und Reibungspunkte aufzulösen.

 

Inbound 2018 Impressions

Vollgepackt mit neuem Inbound-Wissen hatten die Teilnehmer des HUG im Anschluss an die Vorträge bei Erfrischungen und einem angerichteten Büffet noch ausreichend Gelegenheit, individuelle Fragen mit Daniel Garvey, Achim Karpf, dem gesamten NetPress-Team oder auch untereinander in lockerer Atmosphäre zu erörtern und zu klären.

Ob Marketing-Spezialist oder Neueinsteiger – waren unsere Gäste zufrieden, von dem vermittelten Wissensspektrum rund um die aktuellsten HubSpot-Neuerungen, den Network- und Erfahrungsaustausch-Optionen des HUG und den aufgezeigten Möglichkeiten, durch eine intelligente Marketingautomatisierung Vorteile für ihre Unternehmen etwa bei der Effizienzerhöhung und der Margenmaximierung zu erzielen.

 

Wie angekündigt können Sie die jeweiligen Präsentationen herunterladen:
  1. HubSpot News 2018 & Marketing Trends 2019 von Achim Karpf
  2. Flywheel-Präsentation von Daniel Garvey

 

Das nächste HUG wird am 12. März 2019 stattfinden, mit dem Hauptthema Content mit HubSpot zu erstellen, zu optimieren und effizient zu nutzen. Sie können sich jetzt hier schon anmelden.

 

Alle Bilder © Brandsensations